MEINE REISE MIT WILLY BRANDT 

 

1959 eröffnete der Regierende Bürgermeister von Berlin Willy Brandt (1957-1966) die Große Berliner Kunstausstellung in den Messehallen am Funkturm. Dabei lernte er Jürgen Draeger als jüngsten Teilnehmer kennen. Seit dieser Zeit blieb der Künstler im Fokus des Politikers. Draegers sozialkritischer Realismus entsprach der politischen Haltung von Willy Brandt. Beispielhaft sind des Künstlers Themen-Zyklen „Arbeitswelt“, „Behinderung“ sowie „Friede und Abrüstung“. Draegers tiefenpsychologische Menschenbilder verlagerten sich von der Malerleinwand auf die Kinoleinwand. Als Schauspieler war er in über 100 Kino- und TV-Rollen zu sehen. Die Zusammenarbeit mit dem genialen Regisseur Rainer Werner Fassbinder brachte 1982 ein ungewöhnliches Angebot: während der Verfilmung des Romans „Querelle“ von Jean Genet begleitete Draeger im Filmstudio malerisch die Dreharbeiten. Draegers „Querelle-Zyklus“ wurde ein internationaler Erfolg.

Als Friedensnobelpreisträger und einstiger Bundeskanzler verfolgte Willy Brandt aufmerksam die künstlerische Weiterentwicklung Jürgen Draegers.

Willy Brandt ließ sich im Laufe seines Lebens (1913-1992) nur von zwei Malern portraitieren. Den offiziellen Auftrag für das Kanzlerportrait erhielt in den 70ern Georg Meistermann, dessen fertiggestelltes Kunstwerk löste durch seine Abstraktion einen Skandal aus und forderte die politischen Gegner öffentlich heraus:
"Das Bild ist so profillos wie Brandt´s Politik" hieß es.
Das war der Auslöser, um den Rücktritt des Bundeskanzlers Brandt einzuleiten.
 

 

Danach wollte sich Willy Brandt von keinem Maler mehr als Kunstobjekt zur Verfügung stellen.

 

Nach der Wiedervereinigung des geteilten Deutschlands unternahm Willy Brandt als Wegbereiter der Wende 1990 seine historische Reise in die Neuen Bundesländer.

 

Überraschend wählte er den Berliner Künstler Jürgen Draeger als seinen persönlichen Reisebegleiter aus. Während der dreiwöchigen Mitreise im März 1990 durfte Draeger an allen politischen und privaten Anlässen zugegen sein. Dabei entstanden in Erfurt, Gera und Weimar sehr hautnahen Willy-Brandt-Portraits.

 

Jürgen Draeger zeichnete mit Kohle und Pastell auf handgeschöpftem Roma-Bütten und Ingres-Papier.

 

Das zuerst fertiggestellte Brandt-Triptychon „Glaube, Liebe, Hoffnung“ sollte im September des gleichen Jahres in der großen Draeger-Jubiläums-Ausstellung „Lebensläufe“ im Rathaus Berlin-Tempelhof als Höhepunkt gezeigt werden.

 

Doch der CDU-Bezirksbürgermeister und Hausherr der Rathaus-Galerie Siegmund Jaroch verweigerte aus politischen Gründen die Präsentation des Willy-Brandt-Triptychons. Durch einen eiligen Gerichtsbeschluss wurde die Hängung der Kunstwerke erzwungen. Der Skandal war da. 


2013 entdeckte der Maler Jürgen Draeger die älteste Farbe der Menschheit: Lehm. Mit Lehm, Kohle und Pastell entstand eine farbenfrohe Brandt-Portrait-Serie auf Leinwand, die der Öffentlichkeit nicht verborgen bleiben sollten. Das Berliner Rote Rathaus war hierfür der ideale Ausstellungsort.
 

 

Anlässlich des 100. Geburtstages von Willy Brandt am 18. Dez. 2013 wurde unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit die Kunstausstellung JÜRGEN DRAEGER: MEINE REISE MIT WILLY BRANDT am 26. Nov. 2013 um 11:30 h eröffnet. 
 

Die außergewöhnlichen Kunstwerke wurden vom 26. Nov. 2013 bis 02. Jan. 2014 erstmalig einer großen Öffentlichkeit präsentiert.

 

An 23 Ausstellungstagen kamen 13.571 Besucher um die ungewöhnlichen Willy Brandt Portraits zu sehen.  


Das Willy-Brandt-Haus in der Wilhelmstraße und die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung / Forum Willy Brandt Berlin unter den Linden hatten zuvor die Portrait-Ausstellung abgelehnt.

 

FOTOSAUSWAHL DER WILLY BRANDT KUNSTAUSSTELLUNG 




Der Regierende Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit und Künstler Jürgen Draeger
Im Säulensaal des Berliner Roten Rathauses hielt Klaus Wowereit die Laudatio zur Ausstellungseröffnung
Der Maler Jürgen Draeger berichtet über die Entstehungsgeschichte der Willy Brandt Portraits




http://atelier-draeger.homepage.t-online.de/Kunstw


Der Regierende Bürgermeister von Berlin und rechts der Staatssekretär für Kultur André Schmitz
Die ersten Besucher tragen sich im ausliegenden Gästebuch ein
Auch der Starvisagist René Koch kam zur Ausstellungseröffnung





http://atelier-draeger.homepage.t-online.de/Kunstw

Teilansicht der Kunstausstellung
Triptychon "Glaube, Liebe, Hoffnung"
Die Ausstellungsgallerie befand sich in der 1. OG des Roten Rathauses






Ausstellungsführung mit dem Förderkreis elledorado e.V.
Der Künstler erklärt den Gästen die magische Fernwirkung der Gemälde
Glückliches Duo: Ausstellungsdesigner Dominic Ortelt und Malermeiser Jürgen Draeger nach der Bekanntgabe der Besucherzahlen von 13.571 am letzten Ausstellungstag

 Fotos: Dominic Ortelt 

 

 




Der Küstler erklärt dem Regierenden Bürgermeister von Berlin die ungewöhnliche Maltechnik mit Lehm
v.l.n.r. Dominic Ortelt, Jürgen Draeger und Klaus Wowereit

Planungsgespräch für zukünftige Projekte zwischen dem Regierenden, dem Künstler und dem Designer

Fotos: Stefan Winterfeldt | ARTVENT-MEDIA 

 

 

DAS GÄSTEBUCH ZUR WILLY BRANDT KUNSTAUSSTELLUNG 

 

 
ERSTE EINBLICK IN DAS GÄSTEBUCH 

 




Widmung vom Regierenden Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit
Gästebucheintrag vom Staatssekretär für Kultur André Schmitz
Eintrag vom Regisseur Jens Berger

 


 

Für alle, die die Willy-Brandt-Kunstausstellung nicht besuchen konnten zeigen wir auf vielfachen Wunsch sämtliche ausgestellten Exponate:  

 

 

 

 

 

 

Das Portrait entstand kurz nach der Signierung seines Buches "Erinnerungen" am 4. März 1990 in Gera.   

 

 

 

  

 

 

OFFIZIELLES AUSSTELLUNGSPLAKAT  

 

 

 


SEHNSUCHT NACH ERFÜLLTER DEMOKRATIE

Lehmfarbe, Kohle und Pastell auf Leinwand 83 cm x 119 cm


 

 
"BEEILT EUCH, EHE ES ZU SPÄT IST ZU HANDELN."

Lehmfarbe, Kohle und Pastell auf Leinwand 83 cm x 119 cm


 

 

„WIR BRAUCHEN NICHT MITEINANDER ZU REDEN, WIR KENNEN UNS SCHON.“

Mit diesem Satz begrüßte Willy Brandt seinen ausgewählten Reisebegleiter Jürgen Draeger auf den Weg nach Erfurt im März 1990.
 

Lehmfarbe, Kohle und Pastell auf Leinwand 83 cm x 119 cm


 


ZWISCHEN DEM POLITIKER WILLY BRANDT UND SEINEM MALENDEN PORTRAITISTEN JÜRGEN DRAEGER HATTE SICH SCHNELL DAS FENSTER DES VERTRAUENS GEÖFFNET.

Lehmfarbe, Kohle und Pastell auf Leinwand 83 cm x 119 cm


 


VISIONÄR UND REALIST

Lehmfarbe, Kohle und Pastell auf Leinwand 83 cm x 119 cm

 

 

 


GEMEINSAMER BESUCH VON WILLY BRANDT UND SEINEM GAST JÜRGEN DRAEGER IN GOETHES GARTENHAUS IM PARK AN DER ILM ZU WEIMAR.
 

Lehmfarbe, Kohle und Pastell auf Leinwand 83 cm x 119 cm

 

 

 

SOEBEN NOCH NÄHE UND DOCH SCHON IM SONNENUNTERGANG DES DASEINS. 

 

Lehmfarbe, Kohle und Pastell auf Leinwand 83 cm x 119 cm


 

 

 

"IN BERLIN SEI IRGENDWAS, WAS MAN SICH NICHT ERKLÄREN KÖNNE. EIN PAAR MENSCHEN DURFTEN UNERWARTET AUS DER DDR AUSREISEN. WILLY BRANDT HATTE ALS EINZIGER SOFORT VERSTANDEN, WAS DORT IN BERLIN GESCHEHEN IST: DER MAUERFALL."
 

Lehmfarbe, Kohle und Pastell auf Leinwand 83 cm x 119 cm

 

 

 

Auftragswerk vom Bundeskanzleramt PORTRAIT WILLY BRANDT von Georg Meistermann 1977 - Öl auf Leinwand. 

 

 

Bild des Monats:   

Oktober 2016

 

ÜBER SIEBEN BRÜCKEN MUSST DU GEHN


Material: Lehmfarbe auf Leinwand
Entstehung: 2016
Maße: 120 cm x 80 cm

Foto: Pietro Draeger

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KUNST AM SPREEKNIE -
Schön war´s

 


Jürgen Draeger päsentierte am 16.-17.07.2016 seine neusten Werke aus Lehm.


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05.06.2016

Jürgen Draegerin in der
Hörbar Rust mit Bettine Rust



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